Posts mit dem Label KORBLEBEN werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label KORBLEBEN werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag

Bald gibt es Weidenkätzchen!

Liebe Beobachter, Ihr wisst ja, der Winter hatte eine ganz schön lange Phase, in der es kalt war.

Wir konnten nicht raus, um auf die Toilette zu gehen. Aber jetzt haben das schon erledigt und sogar etwas Pollen eingeflogen. Wenn es das nächste Mal wieder etwas wärmer wird, sind die Weiden in Blüte und wir hoffen, dass wir dann so richtig loslegen dürfen. Also denn, wir sehen uns, bei den Weidenkätzchen!
 

 

Samstag

Die Winterruhe

 


Wir Burrenbienen freuen uns auf einen schönen kalten Winter. Wir haben genügend Vorräte, fühlen uns gesund und machen denn mal Pause.

Wenn es hier im Burren Schnee gibt, ist es immer so schön ruhig und leise, richtig kuschelig.





Der Bienenabend

 


Donnerstag, 8.08.2024

   Wieder mal ein schöner Abend im Burren! Es kamen viele Besucher und wollten mal zu uns, Burrenbienen, reinschauen. Wir hatten grundsätzlich nichts dagegen (nur den Redner haben wir kurzerhand mit einem Bären verwechselt).

Die Vorräte für sind gefüllt, wir brüten gerade unsere Schwestern für den Winter - die kalte Zeit kann kommen! Vielen Dank an alle Interessierten für das spannende Treffen in der Abendsonne.

Montag

Blütenstaub 2024

Schöne Blüten wie selten zuvor!
Die Bienen und Hummeln und auch die Wildbienen haben doch gar nicht soooo viel Blütenstaub gesammelt.
Jetzt werden mit dem Regen die Regenwürmer noch beschenkt?
 
 
 
 




 

Freitag

Bienentränke

Freitag, 12.04.2024

    
 
Stellt Euch vor, auch Bienen brauchen Wasser zum Leben! Morgens bei gutem Wetter fliegen die Ältesten und Erfahrensten Flugbienen zu Andreas und Andreas' super Bienentränke mit Mooslandefläche, um Wasser zu holen. Immer toll, wenn es sowas für die Anwohner im Garten zu finden gibt. Nachfüllen nicht vergessen!
 



 

Montag

Löwenzahnblüte und unsere "hohe Stirn"

 

Sonntag, 7.04.2024

 

   Habt Ihr schon gemerkt, wir Bienen vom Burren haben seit der Löwenzahn blüht einen Honigraum oben drauf. Sieht ein bisschen so aus, als hätten wir eine “hohe Stirn”. Andrea und Andreas konnten nicht zugucken, aber viele durften frischen Löwenzahnnektar von einer kleinen Seitenwabe im Korbinneren probieren. Schmeckt lecker, sagen Agata und Johannes.



Sonntag

Salweidenblüte

 Heute, Sonntag den 3. März 24, war mal der erste tolle Tag hier in diesem Wald. So ging dieses Jahr noch nie die Post ab. Den vielen gelben Pollen haben wir größtenteils aus den Salweidenblüten aus der Nähe gesammelt! Jetzt können wir richtig dolle unsere Brut füttern.


...und Franziska interessiert sich für Agatas Finger, tssssss, sowas Nettes.




Samstag

Die ersten Pollenhöschen im Jahr


 17.02.2024
 
Heute war der erste richtig warme Tag für uns, Johannes kam uns auch gleich besuchen. Immer steht man unter Beobachtung, Andrea und Andreas haben uns auch noch zugeguckt, wie wir aus- und eingeflogen sind. Manche von uns mussten Mal dringend in die Luft ;-), d.h. aufs Luftklo. Ja, ja, bei uns ist das ja so: wir müssen manchmal ganz lange warten, bis wir aufs Klo können, solange bis es draussen warm genug ist zum Fliegen. Und da wir dabei unsere Kotblase einfach im Flug leeren, fällt das schon mal auf ein Autodach oder auf ein frisch gewaschenes Bettlacken, das draussen zum Trocknen hängt. Nein, es ist nicht richtig, dass wir das eben geputzte Fenster absichtlich beschmutzen, wir können da nur nicht so genau drauf achten, weil es ja so dringend ist und wir meist in unmittelbarer Nähe vom Bienenstock unseren Kot abwerfen.


Andere von uns kann man sehen, wie sie nach Hause kommen und kleine Kügelchen an den Hinterbeinen hängen haben. Man kann sie gut erkennen, weil sie oft ganz knallig leuchten. Es handelt sich dabei um den Pollen, also Blütenstaub, von den Blumen, die man jetzt schon befliegen kann. 
Meist von Gelblingen, Kroken, Schneeglöckchen, aber auch von Haselnusssträuchern oder Schwarzerlen. Wenn Ihr uns mal auf den Blüten beobachten wollt, müsst Ihr, wenn Ihr vor den Pflanzen steht, ein Weilchen drauf starren - man sieht uns gar nicht so leicht. Erst wenn man sich konzentriert, kann man uns merken und wenn wir oben in einer Schwarzerle sind, ist es noch schwieriger, weil wir dann so weit oben ganz klein aussehen. Am besten sieht man uns, wenn wir nach Hause kommen, um unsere Pollen im Stock abzugeben. Da drin machen dann andere Bienen aus diesem Pollen leckeres Futter für die neuen Bienen. Sie mischen den Pollen erstmal mit Honig und stampfen das Ganze in eine Zelle, von wo es dann wiederum von den Ammenbienen geholt wird, um speziell für die unterschiedlich alten Bienenmaden zubereitet zu werden. Na ja, viel Arbeit und auch nicht ganz unkompliziert.


Übrigens, für eine neue Biene braucht man den Pollen, die eine Flugbiene bei 10 Ausflügen sammelt. Das ist ganz schön viel, wenn man bedenkt, dass wir jetzt schon bald hunderte Bienen am Tag fertig gefüttert haben, bis die einzelnen Zellen mit einem Deckel verschlossen werden. Der Deckel hat aber ein kleines Löchlein, nicht dass Ihr denkt, das Bienchen da drin würde ersticken müssen. Es wird dadurch nur vor dem Trubel, der draussen auf den Waben stattfindet geschützt und kann sich in Ruhe da drin verwandeln!


Jedenfalls ist es toll, dass wir wieder loslegen dürfen.



 

 

 

Freitag

Der Neuanfang



Jedes Jahr ist anders und wir wissen auch nicht ganz genau, wie das Wetter werden wird und ob wir im März oder April schon Nektar sammeln können und wieviel davon. Es geht bei diesen Umständen nicht nur um uns. Die Pflanzenwelt ist es ja, für die wir bei unseren Sammelaktionen sozusagen auch arbeiten.
Wenn es so weit ist, dass man wieder ausfliegen kann, sind die Arbeiterbienen, die schon den ganzen Winter bei uns im Volk leben die Flugbienen unseres Volkes. Das machen bei uns immer die älteren Bienen, denn sie werden nicht mehr sooo lange zu leben haben und sie haben im dunklen Bienenkorb schon viel gearbeitet, für alle verschiedene Dienste geleistet. Sie dürfen dann nach draussen fliegen und die Sonne und die Düfte der Blüten geniessen und als Dank bringen sie den Nektar nach Hause zu denen, die noch gar nicht diese Arbeit machen dürfen.
Was erzähl ich, noch ist es lange Winter und bestenfalls unter der Erde fangen die Schneeglöckchen schon mal an, ihre Triebe in Richtung Erdoberfläche zu schicken. Die Schneeglöckchen und all die Krokusse und Haselnusspflanzen und Erlen und und und… wollen dann, wenn es warm genug ist, so schnell wie möglich bereit sein und ihre Blüten der Sonne entgegenstrecken und die Bienchen anlocken. Bald könnte es soweit sein!


Die Eiszapfenzeit - dem Frühling entgegen


 

Wenn Ihr uns jetzt im Burren besuchen kommt, dann könnt Ihr etwas Tolles sehen, wie auf dem Bild hängen kleine Eiszapfen am Korbeingang und sowas ist ein schönes Zeichen für Andreas, Andrea, Agata und Johannes und für alle, die es sehen, denn es bedeutet, dass wir noch leben und wohl auf sind.
Es ist ja so: bei uns im Korb gibt es unsere Königin, es gibt viele Arbeiterinnen, die sind alle Schwestern und im Frühjahr und Sommer gibt es auch Bienenmänner, die heissen Drohnen. Ich sag Euch dann Bescheid, wenn Ihr die auch fliegen sehen könnt. 

Ja, und dann gibt es auch noch mich, aber mich könnt Ihr nicht sehen, mich nennt man den Bien, ich habe keinen extra Körper, ich stecke in allem und in allen Bienchen drinnen. So wie Ihr vielleicht schon einen Wurm gesehen habt oder eine Kuh im Stall, so sind wir Bienen alle zusammen ein Bienenvolk und ich bin sein Bien.

Meine Aufgabe ist kompliziert und kniffelig, ich muss lange bevor die Blumen anfangen zu blühen schon den anderen im Bienenstock sagen, dass es jetzt Zeit ist neue Bienenkinder grosszuziehen. Und weil die Königin auch nicht von einem Tag auf den anderen so viele Eier legen will, fängt sie dann langsam an die Eier zu legen. Nach 3 Tagen schlüpfen aus den Eiern die Maden und sie müssen dann von den anderen Bienen gefüttert werden. Mehrmals am Tag und auch in der Nacht geht es weiter, die Füttererbienen müssen das Futter selber in ihrem Bienenmund zubereiten bevor sie es der Made mit dem Bienenrüssel geben können. Die Maden müssen es warm haben, deshalb verbrennen manche Bienen den Honig, den sie im Magen haben - der Honig ist wie das Benzin für den Motor im Auto. Ohne Honig können die Bienen eigentlich fast gar nix machen. Was auch immer, es wird mit oder aus Honig gemacht. Sogar wenn die Bienen ein gesundheitliches Problem haben, suchen sie in ihren Vorräten einen bestimmten Honig dessen Nektar von bestimmten Pflanzen gekommen ist und mit diesem Honig wird dann die Krankheit bekämpft. Die Honigvorräte sind wie eine Apotheke für die Bienen, sie sind nicht nur dazu da, um satt zu werden. Deshalb ist es gut für das Bienenvolk, wenn es möglichst von ganz vielen verschiedenen Pflanzen den Nektar gesammelt hat. Das hängt aber auch z.B. vom Wetter ab, ob es überhaupt möglich war den Nektar draussen zu holen. Immer öfter passiert es auch, dass die Pflanzen gar nicht mehr da sind, die die Bienen sonst immer gefunden haben. Die Pflanzen verschwinden manchmal, weil der Boden nicht mehr gut ist zum Wachsen, weil er zu viel gedüngt wird oder weil zu oft die Pflanzen abgemäht werden und so weiter. Oft sind wir Menschen daran Schuld, dass es solche Probleme für die Pflanzen und Tiere gibt.

Der Wintereinbruch

Jetzt ist es schon eine ganze Weile her, dass wir draussen sein konnten. Es ist kalt und wir sitzen fest in einer Wintertraube, so nennen wir das wenn wir alle und wirklich jede von uns ganz nah an einer anderen Biene kuscheln, nur so können wir uns gegenseitig wärmen, wenn eine von uns ein Stückchen weggeht von der Traube, dann wird ihr Körper ganz unbeweglich und steif und muss erfrieren und verhungern. Denn wir Bienen sind nur alle zusammen so wie ein Säugetier und wir müssen solange zusammen die Wärme machen und zusammen bleiben, bis es draussen wieder warm wird und wir nicht mehr erstarren, weil es kalt ist. Wir dürfen uns da auch nicht irren, manchmal wird es ganz schnell wärmer draussen und wenn dann eine Biene von uns rausfliegt um schnell aufs Klo zu gehen, weil sie muss, kann es schnell passieren, dass sie nicht mehr zurückfliegen kann und tot zu Boden geht.

In manchen Jahren, in denen der Winter ganz streng mit uns ist, müssen wir Monate am Stück warten, bis wir wieder aufs Klo fliegen können. Wenn es zu lange dauert, weil manche von uns Durchfall bekommen und im Korb in der Wintertraube zum Klo gehen, kann es sein, dass wir alle krank werden und alle zusammen im Korb sterben müssen. Meistens passiert sowas aber nicht.

Unser Umzug in die Burrenwohnung

Agata und Johannes konnten daran schon sehen, dass im Korb alles in Ordnung war, denn das ist eben das Zeichen dafür, dass die Königin nachhause kam und auch, dass sie begonnen hat Eier zu legen und man sieht den beiden dann auch an, dass die Sorge um unser Wohl nicht mehr so gross ist, wie ganz am Anfang.

Leider war am Burren unsere Heimat verwaist und nur noch einige Bienen waren in dem alten Korb. 

Ein Glück für uns, denn nun kamen wir wieder an diese alte Stelle mit dem neuen Korb und leben seit Mitte Juli wieder an unserem alten Platz.
Auch wieder in der Nacht fand der Transport statt.

Die Ältesten von uns haben sich erinnert, dass sie schon mal hier waren und sind sofort los geflogen um wieder Nektar zu sammeln. Das ist für uns das wichtigste überhaupt, dass wir Vorräte anlegen für den langen Winter, in dem nichts blüht und wir nicht aus dem Korb fliegen können, um uns mit alles einzudecken, was wir zum Leben brauchen.

Agata und Johannes haben uns regelmässig besucht und irgendwann haben sie uns nochmals Honigfutter gebracht, denn die beiden wissen ungefähr, wieviel Futter wir für den Winter brauchen und achten darauf, dass wir genug davon haben um den Winter gesund zu überstehen. Wenn das Wetter schlecht ist oder die Blumen schon alle verblüht sind, haben wir keine Möglichkeit mehr unsere Futtervorräte zu erweitern und dann sind wir auf die Menschen angewiesen.

 

Die Hochzeit unserer Prinzessin

Nach einigen Tagen im Korb waren schon ganz schön grosse Waben gebaut und es war warm und das Wetter war ganz schön, wir fliegen nur, wenn es warm ist draussen am besten, wenn die Sonne scheint. Unsere Prinzessin wurde an einem schönen Vormittag von den Drohnen - so heissen unsere Bienenmänner - mitgenommen auf die Hochzeitreise. Irgendwo hoch über den Wäldern und Wiesen gibt es geheime Orte in der Luft, an denen sich die Bienen treffen und wo sich die Prinzessinnen nette Männer zur Vermählung aussuchen. Nach der Hochzeit müssen die Männer sterben und die restlichen Männer, die nicht auserwählt wurden, begleiten dann die Prinzessin, die jetzt eine Königin geworden ist, nach Hause. Das ist auch sehr gefährlich, denn viele Gefahren lauern, die Königin muss sich sputen, dass sie nicht einem Vogel als Mahlzeit dient und vor allen Dingen musste unsere Königin wieder erinnern, wo sie losgeflogen war. Musste wieder zurück und genau den Baum finden und den Korb um zu ihrem Volk zurückzukehren. Das klappt nicht immer, aber beim Burrenvolk hat’s geklappt und wir waren sehr froh, als sie wieder da war. 

Wieder ein paar Tage später hat unsere Königin damit begonnen Eier in die Bienenwabenzellen zu legen und wir fanden, dass das sehr aufregend für uns war. Man hat auch gemerkt, dass Agata immer wieder zum Korb kam und uns zugesehen hat, wie unsere Bienen von den Blütenbesuchen zurück in den Korb flogen.

Bald schlüpften aus den Eiern kleine Maden, die gefüttert werden mussten, und wir brauchen dann unter unseren Vorräten etwas, das wir Bienenbrot nennen. Gemeint ist der männliche Pollen von den Blühpflanzen, die wir besuchen. Den Nektar transportieren wir im Honigmagen, der Pollen der Pflanzenblüten bleibt an unseren Härchen außen an unserem Körper hängen und wir können ihn durch bürsten mit den Beinchen am Körper wie zusammenkehren um ihn dann in kleinen Kügelchen an den Hinterbeinen nach Hause mitzunehmen. Die Kügelchen sind ganz farbig, entweder gelb oder orange oder blau, machmal schwarz. Da könnt Ihr Euch ausdenken, welche Blüten wir grade besucht haben, wenn Ihr diese seht.


 

Donnerstag

Eine kleine Schön-Wetter-Warnung für die Korbbienen!

Aufgrund der warmen Witterung passieren an vielen Orten zwar normale, jedoch aber oft sehr unangenehme Dinge für die Korbbienenhalter und vor allem für die Korbbienen selber.
Wir haben leider in den letzten Tagen einige Völker verloren. Es waren die etwas schwächeren, bei denen die Bienen aus starken Völkern vermehrt auf Futtersuche waren. Die Pflanzenwelt scheint einfach noch nicht so weit zu sein, wie es die Bienen erwarten würden. In anderen Jahren, in denen es bei solch hohen Termperaturen über so viele Tage gab, war es eben schon später im Jahr und die Natur hielt Pollen in grösserem Umfang bereit, aber nicht nur Pollen, sondern eben auch Nektar. So konnten die Bienen besser ihre Bedürfnisse befriedigen.
In unseren Breiten bleibt ihnen im Moment nur die Möglichkeit andere Völker auf ihre Verteidigungsfähigkeit zu überprüfen. Leider waren wir viel zu langsam mit einer Hilfestellung für die einzelnen Korbbienenfamilien. Es gibt auch nicht viele Möglichkeiten einzugreifen.

 

Die Überreste eines komplett ausgeraubten Volkes.

Eine Methode ist auf jeden Fall, dass wir mit einem Stofffetzen die Fluglöcher so weit verschliessen, dass nur noch eine Biene den Weg in den Korb passieren kann. Das ermöglicht einem schwachen Volk den Eingang leichter zu überwachen und die Angriffe von Aussen besser abzuwehren. 

 

Das verengte Flugloch, hier mit einem einfachen Taschentuch.

Aber Vorsicht!!! Unser kleines Flugloch darf nicht verstopfen!
Bei einem solch kleinen Flugloch gehört es zu unseren Aufgaben, alles was geschieht im Blick zu behalten. Am besten ist es nach einem Flugtag den Stoff kurz zu entfernen - somit kann all der Abfall und auch tote Bienen, die vielleicht im Kampf gefallen sind, ganz einfach unten herausfallen. Kurz mit einem Schaschlikstäbchen oder einer Stricknadel überprüfen ob alles frei ist und dann sofort wieder sorgfältig den Verschluss anbringen.
 

Sollte diese Methode nicht den gewünschten Erfolg haben, dann könnte man den Korb noch umziehen. Das müsste aber weiter weg sein, als es der Flugradius dieses Volkes ist. Also weiter als 2000 m würden wir empfehlen. Das müsste entweder nach Flugbetrieb sein, also abends wenn die Räuber schon wieder heimgekehrt sind oder früh morgens, wenn noch kein Flugbetrieb stattfindet.
 

Vielleicht helfen diese Informationen Euch und Euren Bienen noch zur rechten Zeit!

Wabenstabilisierung - ein Versuch

15. Juni 2017: Anzeichen für ein Problem im
inneren des Korbes, Bienen laufen unruhig auf
der ganzen Fläche draußen.  
Jeder Jahreslauf hat seine Eigenheiten. So manche Konstellation kommt sehr selten vor, z.B. ein besonders schwerer Sturm oder eine so lange Trockenheit, wie wir eben im Jahr 2018 erleben durften. Für unsere Korbbienen können Sturm und Hitze besondere Herausforderungen darstellen, weil sie ihre Wohnung zwar selber einrichten und von innen gestalten, jedoch keinen all zu großen Einfluss haben auf etwaige Wetterextreme zu reagieren. Wenn ein Korb hoch im Baum heftig vom Wind bewegt wird, besteht unter Umständen die Gefahr eines Wabenabrisses. Ebenso besteht diese Gefahr unter gewissen Umständen bei hohen Temperaturen. Die Bienen sind dann nicht mehr in der Lage den Korb in ausreichendem Masse zu klimatisieren. 
In beiden Fällen (nicht selten treten diese Fälle kurz nacheinander auf) müssen wir Sorge haben, dass der Wachskörper des Biens großen Schaden erleidet. In der Folge kann der Weg für die Flugbienen versperrt werden. Ein weiterer existenzieller Schaden ist ein Verlust der Königin. 
Wir als Architekten des Hängekorbes sind natürlich verantwortlich für die Umstände, die den Bien in der positiven Regulierung seiner Lebensumstände verhindern.


Abgerissene Waben im Korb. Beide Völker haben die Königinnen eingebüßt.













Quelle: youtube, Imkerverein Germersheim "2 Vorbereitungen Vorschwarmzeit" (11. Minute im Film)




In der Korbimkerei wird dem Abriss einer oder mehrerer Waben im Korb entgegengewirkt und 
zwar mit mehreren Holzspeilen, die quer zum vertikalen Flächenwachstum der zu bauenden Waben in den Korb eingepasst werden. Die Heideimker müssen in ihrer Betriebsweise die Körbe bewegen und transportieren und sind deswegen auf eine Stabilisierung der Waben ebenfalls angewiesen. 
Da im Korb die Waben ansonsten frei hängend sind, verhindern die Speile einen Abriss an der Aufhängung der einzelnen Wabe, bzw. ein zusammendrücken der verschiedenen Waben, so dass keine Bienen in den Wabengassen gequetscht werden. 

Im Hängekorb bekommen wir Probleme bei Schwarmvölkern, die alle Waben neu errichten. Diese Waben sind jungfräulich und deshalb viel beweglicher und instabiler als die Waben, die schon mehrere Brutzyklen hinter sich haben und mit den diversen Bruthäutchen in den Zellen sozusagen „natürlich“ durch diesen Alterungsprozess stabilisiert wurden. 
Unter idealen Bedingungen hat ein Schwarmvolk also junges Wachs, sammelt viel Nektar und Pollen, geht sofort nach dem Einzug in die Brut (insofern die Königin schon befruchtet ist) und diese Brut entwickelt ebenfalls innert kurzer Zeit ein enormes Gewicht. Sind die Entwicklungsbedingungen über einen längeren Zeitraum so positiv, sind die Waben physikalisch an der Zerreissgrenze. Kommt dann entsprechende ruckartige Bewegung oder eine anhaltende Temperatur über 40 Grad Celsius dazu, brauchen die Waben eine zusätzliche Befestigungsmöglichkeit im Raum.

Wir gehen davon aus, dass für den Korb 5 Speile mit einem Stabdurchmesser von 6 mm ausreichend sein werden, um diese Unfälle zu verhindern, ohne damit die Kommunikation auf den Waben negativ zu beeinflussen.

Zur praktischen Handhabung für den Bienenhalter:

1. Sollte im unteren Bereich der Korb geöffnet werden, ist die Platzierung der Stäbe zu bedenken. Wir weisen darauf hin, dass die Speile im ersten Jahr möglichst gar nicht entfernt werden. Somit könnte das Volk von unten nur so lange geöffnet werden, bis die in die Waben einzubauenden Speile von den Bautrupps erreicht werden.
Da wir die Speile von Aussen jederzeit ziehen können wollen, um die einzelnen Waben an den Bogenrähmchen herausnehmen zu können, lassen wir die Speile so weit über den Korb hinausragen, dass wir sie mit einem entsprechenden Werkzeug fassen und dann drehen können. Somit könnten sie im Korb vorsichtig aus den Waben gezogen werden, bevor wir die Schrauben am Unterteil lösen.

2. Zu beachten ist ferner, dass die Speile nicht zu weit unten im Korb angebracht sind. Ansonsten können wir den Korb nicht mehr in einem Behältnis transportieren ohne die Speile abzubrechen. Diese Anforderung gilt auch für den Fall, dass der Korb aus dem Baum herunter in ein Fass eingelassen werden soll.

3. Die Speile müssen quer zur Wabenrichtung angebracht werden. 

4. Die Speile sollen auf keinen Fall schon beim einlogieren des Schwarmes im Korb montiert sein, sondern erst nachdem die Bienen mit dem Wabenbau (oben an den Rähmchen) ordnungsgemäß angefangen haben.

5. Wir gehen davon aus, dass die Speile im darauf folgenden Jahr weggelassen werden können, weil sich unsere Waben entsprechend der natürlichen Alterung so weit stabilisiert haben, dass sich ein Abriss aus Bewegungs- und Temperaturgründen nicht mehr ergeben wird. 

Zum praktischen Vorgehen und zum eventuellen nachträglichen Einbau in einen neu zu besetzenden Korb empfehlen wir folgende Vorgehensweise:

Äussere Putzschicht vorsichtig aufbohren, damit keine Risse im Putz um das Bohrloch entstehen, möglichst klein und mit hoher Drehzahl beginnen. Vorsicht ist ebenfalls geboten beim Durchbohren der inneren Verputzschicht. Wird beim Bohren ein Flechtband verletzt, was wir eigentlich nicht sehen können, wird dies die Stabilität des Korbes nicht weiter beeinflussen, denn die Bänder werden durch den Putz vor einem Ausfädeln bewahrt. Zur Bearbeitung von Gipskarton gibt es im Fachhandel sogenannte Bohrraspeln (Ø 5 mm). Wer eine solche hat, kann damit das gebohrte Speilloch noch etwas ausraspeln, damit der Speil leicht durch den Strohkorpus geschoben werden kann. 
Auf der gegenüberliegenden Seite von unserem durchgehenden Loch wird auf waagrechter Höhe am besten mit eingeschobenem Speil angezeichnet, wo das Loch gebohrt werden soll. 
Es genügt dieses Loch als eine Halterung für die Speilspitze nicht allzu tief einzubohren. Einfach so tief, dass die Spitze des Speils in der Korbwand verschwindet. 
So werden nach und nach die Speile in den Korb eingebracht. Wird dabei der Putz verletzt, sollte er mit einem Lehmschlämme wieder repariert werden. Die Bienen werden entsprechend ihrer Vorgehensweise einen Überzug aus Propolis an diesen Stellen auftragen. 
Diese Verklebung wird vor einem Entfernen der Speile durch eine Drehung des Speils gelöst werden können. 

Auch wenn diese Unfälle nicht bei allen Körben vorkommen, wollen wir Möglichkeiten finden diesen Fällen praktisch zu begegnen.
Wir nehmen auch gerne Tipps und Anregungen von unseren Lesern und Kursteilnehmern entgegen. Denn nicht zuletzt die Bienen lehren uns, dass sich in Gemeinschaft bessere Lösungen erarbeiten lassen als alleine. Wir freuen uns also über jegliche Beteiligung von Euch!


Wir hoffen, dass wir mit unseren Bemühungen einen guten Anfang hinbekommen.











Start ins Jahr 2019


Sie fliegen wieder und mit ihnen unsere Herzen. Auch wenn wir schon beim Hörtest im Winter längst ein Lebenszeichen bekommen haben, sind wir überrascht und freuen uns, wenn wir sie wieder sehen können. 

Die Natur ist scheinbar noch im Tiefschlaf und die Temperaturen sind den Bienen grenzwertig. Viele verlieren bei den ersten Ausflügen ihr Leben und viele schaffen es doch den ersten Pollen zu sammeln und diesen in den Korb zu tragen. Sozusagen für die daheim gebliebenen als Beweis, dass es tatsächlich schon mit den Vorbereitungen für das neue Jahr beginnen kann.


Gelbe Höschen an den Hinterbeinen, woher stammen sie nur? Winterlinge blühen sehr vereinzelt und Schneeglöckchen sind noch eingehüllt in frisches Grün, nur ganz zart spitzt das Blütenweiss hervor, noch nichts um zu sammeln. Bei der Unternehmung in der Frühjahrssonne die Pollenquelle zu finden, führt uns der Weg über den immer noch starren Wiesengrund und über die restlichen knarrenden Schneefelder. Beim Gang vorbei an der Erle hören wir dann das so ermunternde Summen unserer Bienen. Ganz oben am Baum haben sich die Blütenwürsten schon geöffnet und wenn wir stehen bleiben und verharren, dann sehen wir auch die vielen fliegenden Punkte, die das Summen verursachen. Jeder Sonnentag bringt nun mehr Angebot an Leckerem auf den Gabentisch. Die ersten Schmetterlinge hasten spielend durch die Lüfte, alleine und zu mehreren sind sie Botschafter des Fortgangs und Neubeginns. 



  
An unseren Körben beobachteten wir dieses Jahr, dass die Bienen unmittelbar in der Nähe und auch auf den Körben selber  sich scheinbar sehr dringlich Ihrer Abfälle entledigt haben. Was in den Jahren davor im weiteren Umkreis auf den Schneefeldern oder auf dem weiss lackierten Auto des Nachbarn als braune undefinierbare Flecken zu finden war, war dieses Jahr zur gut riechbaren und unschönen Hinterlassenschaft auf dem Balkonboden auf dem Balkongeländer der Betonfäche vor dem Haus und auch schon auf dem Anflugtrichter zu sehen. 


So umfangreich, dass es mit dem Dampfstrahler entfernt werden musste. Warum? Unsere Vermutung ist, dass in der Winterpause für viele der Völker gesammelte Waldtracht für die vollen Kotblasen gesorgt hat. Der Anteil an Abfall ist bei Waldtrachthonig grösser als bei Blütenhonig, was natürlich die Kapazitäten der Kotblase einer Biene schneller zur Neige gehen lässt. Dabei war die „Wartezeit“ nicht mal gar so lange, vielleicht anderthalb Monate konnten die Bienen nicht ausfliegen. Wir hatten also wohl Glück, dass es möglich wurde die Blase zu entleeren, andernfalls wäre es in den Völkern selber zum abkoten gekommen, was wiederum zu weiterer Krankheitsbelastung in Form von Nosema geführt hätte.
Leider mussten wir auch den Abgang zweier Völker akzeptieren. Eines davon noch im Herbst (die vielen toten Bienen unterm Korb im November, mehr darüber hier >>KLICK) und ein sehr starkes Volk wohl über die Weihnachtszeit. Beide Völker waren stark von der Varroamilbe belastet, was eine Behandlung im Herbst schon gezeigt hatte. Wohl waren wir mit unserer Behandlung einfach zu spät und konnten somit nicht rechtzeitig für die Möglichkeit der Gesundung der Völker einräumen. 
Da wir erst nach ernsthaften Anzeichen für eine Überbelastung die Völker behandeln, ist das Risiko, dass ein Volk zu spät behandelt wird auch entsprechend höher als bei prophylaktischer Behandlungsmethoden.
Bei allem Schmerz den der Verlust eines oder mehrerer Völker bringt, sind wir jetzt in der Lage unseren Kursteilnehmern einen Korb mit Wabenwerk und Vorräten zum praktischen auseinanderbauen zur Verfügung zu stellen. Das kommt den lebenden Völkern und schwärmen zu Gute, wenn wir den Umgang mit dem „unlebendigen Materiellen“ schon einmal geübt haben. Viele unserer Freunde beginnen mit der Bienenhaltung und können noch nicht auf praktische Handgriffe zurückblicken. Ausserdem ist es eine positive Erfahrung von den Vorräten zu naschen und diese Vorräte sozusagen zu ernten. Wir bekommen somit Propolis, Wachs und Honig, die wir Menschen in der verschiedensten Weise weiterverwenden, sei es als Grundlage für eine Propolissalbe oder als Kerzen oder genussreicher Aufstrich auf einem Butterbrot. 
Der Korb wird nach Entnahme des Inhaltes für eine weitere Verwendung vorbereitet. Die Trägerplatte wird gereinigt, ebenso die Rähmchen und der Einflugtrichter. Eventuelle Reparaturen an Lehmputz können durchgeführt werden. Der Korb kann auch ganz neu verputzt werden, sollte er schon in die Jahre gekommen oder vielleicht durch den ungewollten Einfluss von Feuchtigkeit und Wetter zu Schaden gekommen sein. 
Diese Arbeit macht uns hoffnungsvoll für ein neues fruchtbares Bienenjahr, in dem viele Schwärme fallen sollen und in dem die Bienen möglichst ungestört ihren Aufgaben entgegenfliegen können.

Gerne könnt Ihr auf uns zurückgreifen, sollte es Fragen Eurerseits geben. Gerne nehmen wir auch Vorschläge für einen weiseren Umgang mit den unseren Bienen entgegen!