Liebe Beobachter, Ihr wisst ja, der Winter hatte eine ganz schön lange Phase, in der es kalt war.
Der Bien im Baum
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Donnerstag
Bald gibt es Weidenkätzchen!
Samstag
Die Winterruhe
Wir Burrenbienen freuen uns auf einen schönen kalten Winter. Wir haben genügend Vorräte, fühlen uns gesund und machen denn mal Pause.
Wenn es hier im Burren Schnee gibt, ist es immer so schön ruhig und leise, richtig kuschelig.
Der Bienenabend
Die Vorräte für sind gefüllt, wir brüten gerade unsere Schwestern für den Winter - die kalte Zeit kann kommen! Vielen Dank an alle Interessierten für das spannende Treffen in der Abendsonne.
Montag
Blütenstaub 2024

Freitag
Bienentränke
Freitag, 12.04.2024
Montag
Löwenzahnblüte und unsere "hohe Stirn"
Sonntag, 7.04.2024
Sonntag
Salweidenblüte
Heute, Sonntag den 3. März 24, war mal der erste tolle Tag hier in diesem Wald. So ging dieses Jahr noch nie die Post ab. Den vielen gelben Pollen haben wir größtenteils aus den Salweidenblüten aus der Nähe gesammelt! Jetzt können wir richtig dolle unsere Brut füttern.
Samstag
Die ersten Pollenhöschen im Jahr
Freitag
Der Neuanfang
Jedes Jahr ist anders und wir wissen auch nicht ganz genau, wie das Wetter werden wird und ob wir im März oder April schon Nektar sammeln können und wieviel davon. Es geht bei diesen Umständen nicht nur um uns. Die Pflanzenwelt ist es ja, für die wir bei unseren Sammelaktionen sozusagen auch arbeiten.
Wenn es so weit ist, dass man wieder ausfliegen kann, sind die Arbeiterbienen, die schon den ganzen Winter bei uns im Volk leben die Flugbienen unseres Volkes. Das machen bei uns immer die älteren Bienen, denn sie werden nicht mehr sooo lange zu leben haben und sie haben im dunklen Bienenkorb schon viel gearbeitet, für alle verschiedene Dienste geleistet. Sie dürfen dann nach draussen fliegen und die Sonne und die Düfte der Blüten geniessen und als Dank bringen sie den Nektar nach Hause zu denen, die noch gar nicht diese Arbeit machen dürfen.
Was erzähl ich, noch ist es lange Winter und bestenfalls unter der Erde fangen die Schneeglöckchen schon mal an, ihre Triebe in Richtung Erdoberfläche zu schicken. Die Schneeglöckchen und all die Krokusse und Haselnusspflanzen und Erlen und und und… wollen dann, wenn es warm genug ist, so schnell wie möglich bereit sein und ihre Blüten der Sonne entgegenstrecken und die Bienchen anlocken. Bald könnte es soweit sein!
Die Eiszapfenzeit - dem Frühling entgegen
Wenn Ihr uns jetzt im Burren besuchen kommt, dann könnt Ihr etwas Tolles sehen, wie auf dem Bild hängen kleine Eiszapfen am Korbeingang und sowas ist ein schönes Zeichen für Andreas, Andrea, Agata und Johannes und für alle, die es sehen, denn es bedeutet, dass wir noch leben und wohl auf sind.
Es ist ja so: bei uns im Korb gibt es unsere Königin, es gibt viele Arbeiterinnen, die sind alle Schwestern und im Frühjahr und Sommer gibt es auch Bienenmänner, die heissen Drohnen. Ich sag Euch dann Bescheid, wenn Ihr die auch fliegen sehen könnt.
Ja, und dann gibt es auch noch mich, aber mich könnt Ihr nicht sehen, mich nennt man den Bien, ich habe keinen extra Körper, ich stecke in allem und in allen Bienchen drinnen. So wie Ihr vielleicht schon einen Wurm gesehen habt oder eine Kuh im Stall, so sind wir Bienen alle zusammen ein Bienenvolk und ich bin sein Bien.
Meine Aufgabe ist kompliziert und kniffelig, ich muss lange bevor die Blumen anfangen zu blühen schon den anderen im Bienenstock sagen, dass es jetzt Zeit ist neue Bienenkinder grosszuziehen. Und weil die Königin auch nicht von einem Tag auf den anderen so viele Eier legen will, fängt sie dann langsam an die Eier zu legen. Nach 3 Tagen schlüpfen aus den Eiern die Maden und sie müssen dann von den anderen Bienen gefüttert werden. Mehrmals am Tag und auch in der Nacht geht es weiter, die Füttererbienen müssen das Futter selber in ihrem Bienenmund zubereiten bevor sie es der Made mit dem Bienenrüssel geben können. Die Maden müssen es warm haben, deshalb verbrennen manche Bienen den Honig, den sie im Magen haben - der Honig ist wie das Benzin für den Motor im Auto. Ohne Honig können die Bienen eigentlich fast gar nix machen. Was auch immer, es wird mit oder aus Honig gemacht. Sogar wenn die Bienen ein gesundheitliches Problem haben, suchen sie in ihren Vorräten einen bestimmten Honig dessen Nektar von bestimmten Pflanzen gekommen ist und mit diesem Honig wird dann die Krankheit bekämpft. Die Honigvorräte sind wie eine Apotheke für die Bienen, sie sind nicht nur dazu da, um satt zu werden. Deshalb ist es gut für das Bienenvolk, wenn es möglichst von ganz vielen verschiedenen Pflanzen den Nektar gesammelt hat. Das hängt aber auch z.B. vom Wetter ab, ob es überhaupt möglich war den Nektar draussen zu holen. Immer öfter passiert es auch, dass die Pflanzen gar nicht mehr da sind, die die Bienen sonst immer gefunden haben. Die Pflanzen verschwinden manchmal, weil der Boden nicht mehr gut ist zum Wachsen, weil er zu viel gedüngt wird oder weil zu oft die Pflanzen abgemäht werden und so weiter. Oft sind wir Menschen daran Schuld, dass es solche Probleme für die Pflanzen und Tiere gibt.
Der Wintereinbruch
Jetzt ist es schon eine ganze Weile her, dass wir draussen sein konnten. Es ist kalt und wir sitzen fest in einer Wintertraube, so nennen wir das wenn wir alle und wirklich jede von uns ganz nah an einer anderen Biene kuscheln, nur so können wir uns gegenseitig wärmen, wenn eine von uns ein Stückchen weggeht von der Traube, dann wird ihr Körper ganz unbeweglich und steif und muss erfrieren und verhungern. Denn wir Bienen sind nur alle zusammen so wie ein Säugetier und wir müssen solange zusammen die Wärme machen und zusammen bleiben, bis es draussen wieder warm wird und wir nicht mehr erstarren, weil es kalt ist. Wir dürfen uns da auch nicht irren, manchmal wird es ganz schnell wärmer draussen und wenn dann eine Biene von uns rausfliegt um schnell aufs Klo zu gehen, weil sie muss, kann es schnell passieren, dass sie nicht mehr zurückfliegen kann und tot zu Boden geht.
In manchen Jahren, in denen der Winter ganz streng mit uns ist, müssen wir Monate am Stück warten, bis wir wieder aufs Klo fliegen können. Wenn es zu lange dauert, weil manche von uns Durchfall bekommen und im Korb in der Wintertraube zum Klo gehen, kann es sein, dass wir alle krank werden und alle zusammen im Korb sterben müssen. Meistens passiert sowas aber nicht.
Unser Umzug in die Burrenwohnung
Agata und Johannes konnten daran schon sehen, dass im Korb alles in Ordnung war, denn das ist eben das Zeichen dafür, dass die Königin nachhause kam und auch, dass sie begonnen hat Eier zu legen und man sieht den beiden dann auch an, dass die Sorge um unser Wohl nicht mehr so gross ist, wie ganz am Anfang.
Leider war am Burren unsere Heimat verwaist und nur noch einige Bienen waren in dem alten Korb.
Ein Glück für uns, denn nun kamen wir wieder an diese alte Stelle mit dem neuen Korb und leben seit Mitte Juli wieder an unserem alten Platz.
Auch wieder in der Nacht fand der Transport statt.
Die Ältesten von uns haben sich erinnert, dass sie schon mal hier waren und sind sofort los geflogen um wieder Nektar zu sammeln. Das ist für uns das wichtigste überhaupt, dass wir Vorräte anlegen für den langen Winter, in dem nichts blüht und wir nicht aus dem Korb fliegen können, um uns mit alles einzudecken, was wir zum Leben brauchen.
Agata und Johannes haben uns regelmässig besucht und irgendwann haben sie uns nochmals Honigfutter gebracht, denn die beiden wissen ungefähr, wieviel Futter wir für den Winter brauchen und achten darauf, dass wir genug davon haben um den Winter gesund zu überstehen. Wenn das Wetter schlecht ist oder die Blumen schon alle verblüht sind, haben wir keine Möglichkeit mehr unsere Futtervorräte zu erweitern und dann sind wir auf die Menschen angewiesen.
Die Hochzeit unserer Prinzessin
Nach einigen Tagen im Korb waren schon ganz schön grosse Waben gebaut und es war warm und das Wetter war ganz schön, wir fliegen nur, wenn es warm ist draussen am besten, wenn die Sonne scheint. Unsere Prinzessin wurde an einem schönen Vormittag von den Drohnen - so heissen unsere Bienenmänner - mitgenommen auf die Hochzeitreise. Irgendwo hoch über den Wäldern und Wiesen gibt es geheime Orte in der Luft, an denen sich die Bienen treffen und wo sich die Prinzessinnen nette Männer zur Vermählung aussuchen. Nach der Hochzeit müssen die Männer sterben und die restlichen Männer, die nicht auserwählt wurden, begleiten dann die Prinzessin, die jetzt eine Königin geworden ist, nach Hause. Das ist auch sehr gefährlich, denn viele Gefahren lauern, die Königin muss sich sputen, dass sie nicht einem Vogel als Mahlzeit dient und vor allen Dingen musste unsere Königin wieder erinnern, wo sie losgeflogen war. Musste wieder zurück und genau den Baum finden und den Korb um zu ihrem Volk zurückzukehren. Das klappt nicht immer, aber beim Burrenvolk hat’s geklappt und wir waren sehr froh, als sie wieder da war.
Wieder ein paar Tage später hat unsere Königin damit begonnen Eier in die Bienenwabenzellen zu legen und wir fanden, dass das sehr aufregend für uns war. Man hat auch gemerkt, dass Agata immer wieder zum Korb kam und uns zugesehen hat, wie unsere Bienen von den Blütenbesuchen zurück in den Korb flogen.
Bald schlüpften aus den Eiern kleine Maden, die gefüttert werden mussten, und wir brauchen dann unter unseren Vorräten etwas, das wir Bienenbrot nennen. Gemeint ist der männliche Pollen von den Blühpflanzen, die wir besuchen. Den Nektar transportieren wir im Honigmagen, der Pollen der Pflanzenblüten bleibt an unseren Härchen außen an unserem Körper hängen und wir können ihn durch bürsten mit den Beinchen am Körper wie zusammenkehren um ihn dann in kleinen Kügelchen an den Hinterbeinen nach Hause mitzunehmen. Die Kügelchen sind ganz farbig, entweder gelb oder orange oder blau, machmal schwarz. Da könnt Ihr Euch ausdenken, welche Blüten wir grade besucht haben, wenn Ihr diese seht.
Donnerstag
Eine kleine Schön-Wetter-Warnung für die Korbbienen!
Aufgrund der warmen Witterung passieren an vielen Orten zwar normale, jedoch aber oft sehr unangenehme Dinge für die Korbbienenhalter und vor allem für die Korbbienen selber.
Wir haben leider in den letzten Tagen einige Völker verloren. Es waren die etwas schwächeren, bei denen die Bienen aus starken Völkern vermehrt auf Futtersuche waren. Die Pflanzenwelt scheint einfach noch nicht so weit zu sein, wie es die Bienen erwarten würden. In anderen Jahren, in denen es bei solch hohen Termperaturen über so viele Tage gab, war es eben schon später im Jahr und die Natur hielt Pollen in grösserem Umfang bereit, aber nicht nur Pollen, sondern eben auch Nektar. So konnten die Bienen besser ihre Bedürfnisse befriedigen.
In unseren Breiten bleibt ihnen im Moment nur die Möglichkeit andere Völker auf ihre Verteidigungsfähigkeit zu überprüfen. Leider waren wir viel zu langsam mit einer Hilfestellung für die einzelnen Korbbienenfamilien. Es gibt auch nicht viele Möglichkeiten einzugreifen.
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| Die Überreste eines komplett ausgeraubten Volkes. |
Eine Methode ist auf jeden Fall, dass wir mit einem Stofffetzen die Fluglöcher so weit verschliessen, dass nur noch eine Biene den Weg in den Korb passieren kann. Das ermöglicht einem schwachen Volk den Eingang leichter zu überwachen und die Angriffe von Aussen besser abzuwehren.
| Das verengte Flugloch, hier mit einem einfachen Taschentuch. |
Aber Vorsicht!!! Unser kleines Flugloch darf nicht verstopfen!
Bei einem solch kleinen Flugloch gehört es zu unseren Aufgaben, alles was geschieht im Blick zu behalten. Am besten ist es nach einem Flugtag den Stoff kurz zu entfernen - somit kann all der Abfall und auch tote Bienen, die vielleicht im Kampf gefallen sind, ganz einfach unten herausfallen. Kurz mit einem Schaschlikstäbchen oder einer Stricknadel überprüfen ob alles frei ist und dann sofort wieder sorgfältig den Verschluss anbringen.
Sollte diese Methode nicht den gewünschten Erfolg haben, dann könnte man den Korb noch umziehen. Das müsste aber weiter weg sein, als es der Flugradius dieses Volkes ist. Also weiter als 2000 m würden wir empfehlen. Das müsste entweder nach Flugbetrieb sein, also abends wenn die Räuber schon wieder heimgekehrt sind oder früh morgens, wenn noch kein Flugbetrieb stattfindet.
Vielleicht helfen diese Informationen Euch und Euren Bienen noch zur rechten Zeit!
Wabenstabilisierung - ein Versuch
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| 15. Juni 2017: Anzeichen für ein Problem im inneren des Korbes, Bienen laufen unruhig auf der ganzen Fläche draußen. |
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| Abgerissene Waben im Korb. Beide Völker haben die Königinnen eingebüßt. |
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| Quelle: youtube, Imkerverein Germersheim "2 Vorbereitungen Vorschwarmzeit" (11. Minute im Film) |
1. Sollte im unteren Bereich der Korb geöffnet werden, ist die Platzierung der Stäbe zu bedenken. Wir weisen darauf hin, dass die Speile im ersten Jahr möglichst gar nicht entfernt werden. Somit könnte das Volk von unten nur so lange geöffnet werden, bis die in die Waben einzubauenden Speile von den Bautrupps erreicht werden.
3. Die Speile müssen quer zur Wabenrichtung angebracht werden. 4. Die Speile sollen auf keinen Fall schon beim einlogieren des Schwarmes im Korb montiert sein, sondern erst nachdem die Bienen mit dem Wabenbau (oben an den Rähmchen) ordnungsgemäß angefangen haben.
























