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Sonntag

Einladung zum Korbreparaturtag 2026

 

Liebe Weissenseifener Hängekorbbesitzer, vielleicht wollt Ihr doch mal wieder den Korb beleben?

Meistens verstaubt und vielleicht etwas mitgenommen hängt oder liegt er gar, irgendwo in einer Ecke, ist nur noch Sinnbild eines gescheiterten Traums? 
 
Wir wollen Euch unterstützen bei einem “Restart”, denn, wir haben immer noch Freude an diesem Abenteuer mit Bienen in einem Weissenseifener Hängekorb. Deshalb bieten wir an einem hoffentlich schönen Tag im März/April (2026) einen Aktionstag zum Restart der vergessenen Bienenwohnung! 
 
Meldet Euch per Mail und wenn es klappt, schickt uns auch ein Foto des Problems. So können wir uns auf Euch vorbereiten. Putz erneuern, Korb reparieren, neuen Trichter flechten, Rähmchen ersetzen, weil die alten sich verzogen haben, ein neues Wachstuch anfertigen oder vielleicht wollt Ihr etwas am Korb selber ändern? 
All das machen wir jedes Jahr mit unseren eigenen leeren Körben und wir würden auch Euch dabei unterstützen.
 
Nehmt gerne mit uns Kontakt auf!
 
 



Freitag

Termine 2023

 

Übersicht für das Jahr 2023
 

(Termine werden laufend ergänzt, Änderungen vorbehalten :) )


Stand: 1.02.2023

25.02.                                  Saatgutfestival, Bad Schussenried                    MEHR INFO
 
1.04.                                   Korb-Reparatur-Tag                                         MEHR INFO                
 
15.04.                                  Kraut und Krempel, Illertissen                          MEHR INFO 

1.05.                                    Kräuter und Blümlesmarkt Wolfegg                   MEHR INFO

7.-9.07.                                Flechtkurs, Dürnau                                          MEHR INFO

 

Einstimmung auf das Jahr 2023!

Wir freuen uns, dass wir uns nach langer Abwesenheit wieder mal bei Euch melden dürfen.
Im Nachhinein gesehen, war es nicht verwunderlich, dass es diese lange Pause gab. Der Mensch braucht Zeit, um eine neue Perspektive zu bekommen, aus dieser die Dinge neu betrachtet und erlebt werden können. Weise Menschen sprechen von Entwicklung in Sprüngen und verweisen auf die Tatsache, dass nicht nur Blätter und Triebe, sondern auch manchmal ganze neue Äste an so einer Pflanze entstehen. 

Hier fühlen wir uns dem Wesen des Bien näher als je zuvor und hoffen, dass es auch von seiner Seite aus so sein mag, dass wir auch näher sind für ihn. 

Wir wollen mehr gemeinsames Erleben mit Euch zusammen schaffen, um diesem außergewöhnlichen Wesen, dem „Bien” eine Art Begegnungs-Interessens-Lebensgemeinschaft zu sein. 

Für uns hier sieht es so aus, als würde sich der Bien möglicherweise gerne einer solchen Gemeinschaft gegenüber öffnen wollen, als immer nur mit so vielen Einzelnen Imkern ein intimes Verhältnis zu haben. Die vielfältigen Problemstellungen in der Bienenhaltung weisen eigentlich darauf hin, dass wir nicht alle dasselbe gleich machen sollten, also z.B. die absolute Behausung für alle Bienen dieser Welt zu finden oder ein Medikament, das uns und dem Bien die paradiesischen Zustände ohne Varroamilbe wieder bescheren würde. Es ist wohl unbestritten, dass die geographische Dichte der Bienenvölker im Moment so weit angewachsen ist, dass bei unseren Haltungsmethoden ein Leben mit ganzjähriger guter Futterlage für einen Bien nicht Flächendeckend als gegeben angesehen werden kann. Ganz abgesehen von moderner Landwirtschaft und Umweltbedingungen (Klima, Wetter usw.) sehen wir z.B., dass unsere Bienenvölker oft an vielen Orten zumindest zeitweise unterversorgt sind, was nicht nur den Nektarfluss an sich, sondern eben auch seine Qualität angeht. Die Pflanzenvielfalt ist doch eigentlich ein sehr wichtiger Baustein einer gesunden Versorgung unserer Bienenvölker.

Demnach würde sich unserer Augenmerk hier in Dürnau, nicht nur auf neue Bienenkörbe für unsere Bienen richten, sondern auch auf das, dass wir mit ihnen gemeinsam eine Art Werbekampagne zum besseren Verständnis der gesamten momentanen Situation bekommen.

Wer sich für das Leben des Bien interessiert, interessiert sich für viel mehr als nur für Bienen, einfach weil die Bienen alles berühren, was auch wir berühren, sie ernähren sich oft aus derselben Pflanze, aus der auch wir uns ernähren!

 

Dienstag

Warum Weissenseifener Hängekorb?

Warum also machen wir Weissenseifener Hängekörbe für die Bienen?

Weil es schön ist! 
Natürlich reicht das nicht vollständig als Erklärung aus. Deshalb schreiben wir diese Zeilen und auch, weil Sie vielleicht noch keinen besetzten Korb erleben durften.

Aus dem Buch "Weissenseifener Hängekorb"
von Günther Mancke



Erhaben, fast schwerelos hängt er an einem ausgesuchten Ast in einer einzigartigen Baumatmosphäre, umspielt von dem einen oder anderen Sonnenstrahl, dem es gelingt vorbei an den starren Ästen durch das zartgrüne Laub zu dringen. Jemand aus der Sonnenregion blinzelt wohl auf das Farbenspiel der Oberfläche dieser an das Ei erinnernden Form.
Stellen wir uns die Frage, was zuerst da war, die Biene oder der Korb, fällt uns sofort ein: natürlich die Biene! 





Jedoch, lassen wir unseren Blick, wie Günther Mancke es getan hat, auf den sogenannten natürlichen Bautrieb und seine bekanntlich exakte Ausführung bei einem Bienenschwarm fallen, dann könnten Zweifel über die schnelle Antwort auf unsere Frage entstehen. 
Befinden sich die Bienen in dem Aufbau eines neuen Leibes für den sogenannten Bien, dann ist zu beobachten, dass jede fertiggestellte Wabe, die nicht von äusseren Verhältnissen gegenständlicher Natur vorzeitig unterbrochen wird, so von den Bienen ausgeführt wird, dass diese dort, wo sie als ganze Wabe mit ihrem Sein in die Erdenkräfte reicht, dort bildet sie als Form das mathematische Abbild einer Kettenkurve.

Wir sehen es den Bienen schon vorher an, wie sie gesinnt sind. Sie bilden diese Kettenkurven vor und während der Bautätigkeit, indem sie sich aneinander hängend in grossen und kleinen solchen Kurven zeigen. Eine wunderschöne und bewundernswerte Ansicht entsteht.
Bewundernswert, weil die erste Biene auf jeder Seite der Kette das Gewicht aller an ihr hängenden Schwestern halten kann, auch oder obwohl die Fläche, auf der die erste Biene steht, unserem Auge einfach nur glatt erscheint. 









































Wo und wie schafft es die erste Biene einer Kette dieser Verantwortung gerecht zu werden? 
Wer wird Nummer zwei Nummer drei usw. in Bienenkette und warum? 
Wie groß soll die hängende Bienenkurve denn werden, wie kommt es zu der Entscheidung auf der anderen Seite dieser lebenden Kette einen weiteren Anfang für den Bogen zu machen? 
Wie wächst die Kette zusammen? 
Wird die Form vielleicht negativ gebildet? 
Bienen, die sich ganz eng zusammen als Bienentraube gekuschelt haben, verlassen die Traube und übrig bleiben diese wundersamen Bienenketten, weil sich manche nicht trennen wollen? 
Vielleicht schaffen sie aber auch die Atmosphäre des maximalen Zugeständnisses an die Erdenkräfte, sie, die ja fliegen können und bei Bedarf und Leben diesen Kräften zumindest scheinbar entziehen gelernt haben? 
Die Baubienen, nicht alle Bienen, müssen, dürfen oder können gleichzeitig bauen, es gibt viele verantwortliche Tätigkeiten, wie wir wissen. Die Baubienen bekommen von denen, die da hängend im Raum ein Formbeispiel mit ihren Körpern ausbilden, also "Vorbilder" für das, was der Bien in seiner vielleicht unsichtbaren Welt bewegt?

Alles, was Günther Mancke vor ca. 30 Jahren entdeckte und uns als Korbmacher jetzt zum Ansporn wird, ist diesen sogenannt natürlichen beobachtbaren Bedürfnissen des Bienenlebens möglichst getreu nachzukommen. Wir Menschen müssen ja unsere Handlungen üben und wenn wir sie nicht allzuoft üben können, dann benutzen wir für eine Sache, wie in diesem Falle, eine Form als Ausgleich für die fehlende Übung in der Praxis. Es bleibt dennoch genug der Übung den für die meisten Menschen "neuen Stoff" zu bearbeiten. Stroh ist trocken und störrisch und geht nicht ganz freiwillig in die runde Form. 

Wir lernen mit unseren Händen der Idee des Bienenwesens in einer Art Vorahnung auf den Wachsleib zu folgen.

Ja, und jetzt fragt sich der eine oder andere Leser vielleicht, wo denn diese Beschreibung herkommt, wo doch unser Korb geschlossen ist. Ja, dem sei gesagt, dass es früh am Morgen, wenn ein Volk sich überlegt, ob es denn vielleicht schwärmen sollte, diese Kettenbildungen auch schon an der Aussenseite des Korbes zu beobachten sind. Als Stimmungsanzeiger für den Bienenhalter vielleicht?